Der Spinner und die Katastrophenfrau

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Der Spinner und die Katastrophenfrau

Der 45jährige Frankfurter Broker Thomas Berkhoff, ein leidenschaftlicher Amateurmaler – und Phantast, wird arg von der Midlife-Crisis gebeutelt. Er hat einige Höhen und Tiefen hinter sich, ist zweimal geschieden und befindet sich in einer schwierigen Orientierungsphase. Daheim ist ihm alles zu eng – er pflegt seinen Burnout.
Auf der Suche nach neuen Ufern und wegen einer Kreditbeschaffung verschlägt es ihn nach Czestochowa (Tschenstochau) in Polen.
Dort lernt er Goscha kennen, eine strahlende und zugleich männermordende Schönheit von Ende Zwanzig. Auch sie hat ein bewegtes Vorleben, viele Männer begehren sie – doch ihre Schönheit hat ihr kein Glück gebracht. Ihretwegen gab es schon, wie Thomas gleich zu Anfang von einem seiner Geschäftspartner, ihrem Vater, erfährt vier Tote, sogar einen Mord. Einer ihrer früheren Verehrer sitzt im Gefängnis, einer im Zuchthaus – Goschas Ehe mit dem aus wohlhabenden Haus stammenden Janusz Jablonski war auch nicht das Wahre und wurde geschieden.
Sie ist kinderlos. Das schreckt Thomas nicht ab. Er verliebt sich in sie und erlebt eine heiße Affäre. Mit seiner Millionen-Kreditbeschaffung für Jerzyj Pietrzyk, bekannt als Zarlacz, der Hai von Poznan, ist es schwierig. Der Pole erscheint wenig kreditwürdig. Thomas müht sich also an verschiedenen Fronten.
Thomas’ Vorleben wird geschildert, und vor allem das der schönen und leidenschaftlichen Goscha, einer echten Femme fatale, die die Männer umschwirren wie die Motten das Licht. Viele verbrennen sich daran. Es scheint Goschas Bestimmung zu sein, Männer zugrunde zu richten oder ihnen jedenfalls Leid zuzufügen, obwohl sie das gar nicht will.
Ob Thomas das ändern kann, ob es sich bei ihm ändert, steht dahin. Der letzte Teil des Romans findet in Deutschland statt. Auch Thomas’ zwielichtiger Geschäftspartner und Freund Hengstenbach spielt dabei eine Rolle. Wer Hengstenbach als Freund hat, braucht keine Feinde mehr… Ulrich G. Hengstenbach nennt er sich, und es wird behauptet, das Initial G. würde für Gauner stehen.
Es geht also heftig zu in Thomas Leben – und in dem Goschas. Thomas ist kein Spinner im Sinn von dumm oder doof, aber oft ein Phantast – was ein Börsenmakler nicht sein sollte – und seine Menschenkenntnis ist eher gering. Goscha wiederum sucht ein neues und besseres Leben – natürlich mit einem Mann. Bei ihr sind es immer die Männer, die ihr zum Schicksal werden und sie ihnen.

Über Earl Warren

Schriftsteller - Autor Ca. 1.000 Romane - fantastische und andere Literatur - siehe Bibliografie.
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