Der neue Kaplan (Pfarrhaus Schönwies)

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Der im Amt und in Ehren ergraute Pfarrer Schmieder hat um eine Unterstützung gebeten, weil ihm die seelsorgerische Arbeit in der oberbayrischen Gemeinde viel wird. Das bischöfliche Ordinariat schickt einen Kaplan – Jürgen Klingmann. In Schönwies erwartet man nun den Kaplan und stellt sich einen beschaulichen jüngeren Geistlichen vor, einen klerikalen Bücherwurm, dessen Stärke in salbungsvollen Worten besteht und der ein wenig weltfremd ist.
Doch es erscheint ein 1,90 großer ehemaliger Zehnkampfmeister, der sich dem geistlichen Stand verschrieb. Der neue Kaplan ist eine Sportskanone – er hat eine besondere Art, mit Menschen umzugehen und auf sie zuzugehen. Außerdem fährt er leidenschaftlich Motorrad. Die Gemeinde steht kopf. Das beschaulich vor sich dahinplätschernde Leben ist gestört.
Schon beim Empfang des Kaplans gibt es die erste Panne. Kaplan Klingmann kommt bei der Jugend gut an, doch mit den Intrigen in der Gemeinde und all den Bigotten und Großkopfeten hat er Probleme. Das fängt mit dem allzu geschäftstüchtigen Bürgermeister Wurzer an und geht über den alteingesessenen Apotheker Lösch und seine dominante Gattin über den Pfarr- und den Gemeinderat bis hin zu den Dorfratschen und Klatschtanten, die ihn allesamt skeptisch beobachten.
Kaplan Klingmann bringt frischen Wind in die Gemeinde, doch der gefällt nicht jedem. Mit seinem Vorgesetzten, dem gestandenen Pfarrer, ist Klingmann nicht immer einer Meinung. Einige stehen kompromisslos zu ihm – der Organist Bernd Keller zum Beispiel, ein künstlerisch aussehender Typ und begnadeter Orgelspieler, die hübsche Apothekerstochter Manuela Lösch, die ganz aus der Art ihrer Eltern geschlagen ist.
Vor allem Erika Maus, die Haushälterin des Pfarrers, allgemein Kirchenmaus genannt, ist von Kaplan Klingmann begeistert. Der blendend aussehende junge Kaplan versetzt zudem die Frauenherzen in Wallung, was man von seinem Vorgesetzten, dem beschaulichen Pfarrer Schmieder, nicht sagen kann. Klingmann kümmert sich zudem sehr um die Armen und Benachteiligten in der Gemeinde, um Außenseiter und Verachtete und Verstoßene. Für sie setzt er sich ein – nicht immer zur Freude des Pfarrers, des Pfarrrats und anderer.
Das Geklüngel in der Gemeinde, wo jeder jeden kennt und die Hierarchie schon seit Generationen feststeht, ist nicht nach Klingmanns Geschmack. Er geht ungewöhnliche Wege.
Die einen vergöttern den Motorrad-Kaplan, die anderen verdammen ihn. Die Frage ist wer sich letztendlich durchsetzt und ob Kaplan Klingmann sich in der Gemeinde Schönwies behaupten kann.
Der Roman spielt in den 1980er Jahren in dem oberbayrischen Städtchen Schönwies und handelt von dessen Pfarrgemeinde, den Seelsorgern und ihren oft borstigen Schäflein.

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Über Earl Warren

Schriftsteller - Autor Ca. 1.000 Romane - fantastische und andere Literatur - siehe Bibliografie.
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